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Heinrich Steiner / Maler (1911-2009)

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  • In unserer Galerie zum Verkauf angebotenes Bild von Heinrich Steiner (Maler, Expressionismus): Baumblüte (groß)
  • In unserer Galerie zum Verkauf angebotenes Bild von Heinrich Steiner (Maler, Expressionismus): Der Frühstückskorb (groß)
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Biografie

1911 - Heinrich Steiner wird am 16. Oktober 1911 in Kaiserslautern als Sohn des damaligen Stadttheater-Intendanten Max Steiner-Kaiser geboren.

1926 - Steiner immatrikuliert sich im Alter von 15 Jahren an der Hamburger Kunstgewerbe-schule. Im gleichen Jahr stellt er sein erstes Bild bei der Altonaer Sezession aus.

1927 - Beginn einer Lehre als Bühnenmaler am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Diese führt ihn nach zwei Jahren an die Städtische Volksoper in Berlin-Charlottenburg.

1929 - Anstellung als Bühnenmaler am Theater am Gärtnerplatz in München.

1932 - Als die Nationalsozialisten das in jüdischem Privatbesitz befindliche Theater schließen, beginnt Steiner ein Studium bei Karl Caspar an der Münchener Akademie der Bildenden Künste.

1933 - Ein Jahr später muss Steiner sein Studium als Sohn eines Juden wieder aufgeben und arbeitet fortan als freierschaffender Maler in Düsseldorf. Fast alle Bilder aus dieser Zeit verbrannten während des Krieges.

1938 - Trotz mehrerer Studienreisen ins Ausland (Paris, Colmar, Straßburg, Amsterdam, Zürich) verlässt Steiner Deutschland erst 1938 und emigriert nach Italien, wo er an der Akademie der Künste in Florenz bei Felice Carena und Mario Bacchelli studiert und in der Pensione Bandini an der Piazza Santo Spirito (über dem dort ansässigen Deutschen Kunsthistorischen Institut) zum deutschen Matisse-Kreis um Eduard Bargheer, Heinz Battke, Werner Gilles, Rudolf Levy, Max Peiffer Watenphul, Emy Roeder und Karli Sohn-Rethel stößt.

1939-46 - Vor allem Levy fungiert fortan als wichtiger Mentor Steiners und formt seinen Stil als Maler. Der einstige Matisse-Schüler führt Steiner in neue farbliche und dekorative Gestaltungsprinzipien ein und macht ihn quasi zum "Enkelschüler" von Matisse. Es folgen Ausstellungen in der Galerie Il Ponte, (Florenz), der Galerie Il Cenacolo (Florenz), der Galerie Il Cavallino (Venedig) und der Galerie Il Naviglio (Mailand).

1950 - Heinrich Steiner heiratet die Florentinerin Giuliana Totti und kehrt anschließend nach Deutschland zurück, wo er als Kunstlehrer arbeitet und der Pfälzischen Sezession beitritt, zu der auch sein ehemaliger Weggefährte in Italien, Hans Purrmann, zählt.

1953 - Steiner erhält den Pfalzpreis für Malerei und nimmt in den Folgejahren an Ausstellungen in der Landesgewerbe-Anstalt in Kaiserslautern, der Frankfurter Sezession und der Landeskunstschule Mainz teil. Es folgen diverse Ausstellungen bei Galerien in Frankfurt, München und Florenz, sowie der Società di Belle Arti in Genua und dem Instituto Italiano di Culture in Köln.

1959 - Ausstellungen in der Galerie Prestel (Frankfurt) und dem Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath (Frankfurt).

1960er - Mitte der 1960er Jahre übernimmt Steiner die künstlerische Ausgestaltung einer Moschee im libyschen Benghasi, deren Verzierungen auf Wänden, Geländern, Fenstergittern, Leuchtern, Außenmosaiken, der Kuppel und dem Minarett aus seiner Hand stammen. Gleichzeitig weitere Einzel-ausstellungen in Florenz, Genua und Frankfurt.

1974 - Steiner kehrt endgültig nach Italien zurück und lebt fortan sowohl in Rom als auch La Spezia, wo er 1966 ein Sommerhaus baute. Ausstellungen finden nun vor allem in Rom und Frankfurt statt, darunter am Goethe Institut, dem Kulturinstitut Indiscreto in Rom und der Lurgi-Verwaltung in Frankfurt.

1980er und 1990er - Einzelausstellung vor allem in Deutschland und Italien, z.B. in Frankfurt, Hannover, Köln und München, sowie in Rom und Ischia.

2009 - Heinrich Steiner stirbt am 29. Januar in Rom.