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George Grosz / Maler (1893-1959)

  • In unserer Galerie zum Verkauf angebotenes Bild von George Grosz (Maler, Expressionismus/Neue Sachlichkeit): Drei Grazien (groß)
  • In unserer Galerie zum Verkauf angebotenes Bild von George Grosz (Maler, Expressionismus/Neue Sachlichkeit): Sich Entkleidende (groß)

Biografie

1893 - Georg Ehrenfried Gross wird am 26. Juli in Berlin geboren. Der Vater betreibt im Zentrum der Stadt eine Gastwirtschaft.

1909-11 - Studium an der Königlichen Kunstakademie Dresden bei Richard Müller, Osmar Schindler und Robert Sterl.

1912-14 - Besuch der Kunstgewerbeschule in Berlin. Schüler von Emil Orlik. Während des Studiums reist Grosz u.a. nach Paris, wo er die Malschule von Colarossi besucht.

1914-15 - Grosz tritt als "Kriegsfreiwilliger" dem Königlichen Preußischen Kaiser Franz-Garde-Grenadier-Regiment bei. Bereits ein Jahr später wird er als "dienstunbrauchbar" entlassen.

1916 - Georg Gross anglisiert seinen Namen zu George Grosz. Es entsteht eines seiner Hauptwerke, "Metropolis".

1918 - Die Galerie "Neue Kunst/Hans Goltz" schließt mit dem Künstler einen Vertrag über den Alleinvertrieb seiner Werke ab. 1922 kündigt Grosz den Vertrag auf. Es entsteht "Deutschland, ein Wintermärchen".

1920 - Beteiligung an der "Ersten Internationalen DADA-Messe". Prozess wegen "Beleidigung der Reichswehr" aufgrund der Zeichenmappe "Gott mit uns".

1922 - Nach fünfmonatiger Russland-Reise, inklusive Audienz bei Lenin im Kreml, tritt Grosz, mehr denn je misstrauisch gegen jede diktatorische Obrigkeit, aus der KPD aus, der er drei Jahre zuvor beigetreten war.

1923 - Aufgrund der Grafikfolge "Ecce homo" wir Grosz wegen "Verbreitung unzüchtiger Schriften" angeklagt. Im gleichen Jahr wird Alfred Flechtheim sein Galerist.

1924 - Die Kunsthalle Mannheim erwirbt das Werk "Metropolis", das 1937 als "Entartete Kunst" beschlagnahmt wird. Das ein Jahr später erworbene "Porträt des Schrift-stellers Max Herrmann-Neisse" wird ebenfalls beschlagnahmt.

1926 - Grosz vollendet ein weiteres Hauptwerk, die "Stützen der Gesellschaft".

1927 - Die Preußische Akademie der Künste zu Berlin würdigt Grosz mit einer Sonderschau.

1928 - Blätter der Mappe "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" (basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück) führen zur Anklage wegen Gotteslästerung, die erst nach drei Instanzen mit einem Freispruch endet.

1932 - Die Art Students League in New York lädt Grosz ein, an der dortigen Kunstschule zu unterrichten. Am 26. Mai ?berfahrt von Cuxhaven aus. Grosz kehrt im Oktober für drei Monate nach Deutschland zurück, siedelt aber am 12. Januar 1933 endgültig in die USA über. Kurz darauf wird er per Haftbefehl in Deutschland gesucht.

1937 - Grosz erhält das "Guggenheim Fellowship". Gleichzeitig werden vier seiner Werke in Deutschland in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt.

1938 - Am 10. März wird Grosz von den Nationalsozialisten ausgebürgert. Am 29. November erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft.

1939-41 - Grosz erhält den Watson F. Blair Price des Art Institute of Chicago und die Carol H. Beck Medal der Pennsylvania Academy of Fine Arts. Im Sommer 1941 zeigt des Museum of Modern Art in New York eine große Retrospektive.

1946 - Publikation der Autobiografie "Ein kleines Ja und ein großes Nein", die 1955 auch auf Deutsch publiziert wird.

1947 - Eine Umfrage bei Museumsdirektoren und Kunstkritikern wählt Grosz zu einem der zehn bedeutendsten lebenden amerikanischen Künstlern.

1951 - Erst Europa-Reise nach dem Krieg mit den Stationen Paris, Köln, Düsseldorf, Berlin, Frankfurt, Basel, Florenz, München, Wiesbaden und Amsterdam.

1954 - Ernennung zum Mitglied der "American Academy of Arts and Letters" in New York.

1958 - Die Nationalgalerie Berlin erwirbt das Werk "Die Stützen der Gesellschaft". Grosz wird zum außerordentlichen Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin.

1959 - Das National Institute of Arts and Letters verleiht Grosz die Goldmedaille für Graphic Art. Am 28. Mai kehrt Grosz mit seiner Familie nach Deutschland zurück und bezieht eine Wohnung in Berlin. Er stirbt nur wenige Wochen später am 5. Juli an einem Herzschlag.